Vom 27 bis zum 29. März war die Ausstellung „FluchtHELFER“ zu Gast am Gymnasium Höchstadt, um den Schülerinnen und Schülern aus insgesamt sieben Klassen das freiwillige Engagement in der Metropolregion Nürnberg näher zu bringen. Geführt wurde die Ausstellung von der Museumspädagogin Dr. Ingrid Moor, welche zusammen mit den Schülern der Jahrgangsstufen sechs, zehn und zwölf das Thema „Flucht“ jeweils altersgemäß erarbeitete. Dabei wurde zunächst geklärt, worin der Unterschied zwischen Migration und Flucht besteht und welche Gründe Menschen heutzutage veranlassen, ihre Heimatländer zu verlassen und nach Deutschland zu kommen.

Um den Schülern ein Einfühlen in die Situation während der Flucht zu ermöglichen, wurde dieses Szenario nachempfunden, indem die Schüler zum Beispiel gefragt wurden, was sie mitnehmen würden, wenn sie jetzt fliehen müssten und wie es ihnen im neuen Land wohl gehen würde. Auf diese Weise konnten viele Vorurteile der Schüler reflektiert werden, da gerade Unterstufenschüler nicht verstehen konnten, dass Flüchtlinge hier ein teureres Handy oder gute Kleidung besitzen. Frau Dr. Moor ging auch auf die rechtliche Situation der Asylbewerber ein, indem sie erklärte, welche finanziellen Mittel zur Verfügung stehen oder was die Voraussetzungen für eine Aufenthaltsgenehmigung sind. Dabei wurde auch verdeutlicht, dass Flucht und Vertreibung historisch stets aktuelle Themen gewesen sind.

Abschließend wurden die Klassen jeweils in Gruppen aufgeteilt und konnten sich anhand eines Arbeitsblattes mit einem Beispiel ehrenamtlichen Engagements in der Region näher beschäftigen. Die Schüler stellten die Personen ihrer Klasse näher vor, indem sie unter anderem erklärten, wer die Personen sind, inwiefern sie sich für Flüchtlinge engagieren und teilweise auch aus welchen Beweggründen. Manche unterstützen Asylbewerber zum Beispiel beim Deutschlernen oder Kinder bei den Hausaufgaben. Andere gingen mit ihrem Einsatz sogar so weit, unbegleitete Jugendliche bei sich zu Hause aufzunehmen, wovon die Schüler sichtlich überrascht waren. So wurde den Klassen verdeutlicht, wie vielfältig und wichtig das ehrenamtliche Engagement in der Region ist. Insgesamt konnten viele offene Fragen der Schüler das Thema Flucht und Asyl betreffend geklärt werden. Und was noch wichtiger ist: Vorurteile und Skepsis der Schüler Flüchtlingen gegenüber konnten thematisiert und mittels Fakten berichtigt werden.