Liebe Familien, seit vielen Wochen leben Sie im Ausnahmezustand. Die Schließung von Schulen und Kitas stellt Sie vor die große Herausforderung, sowohl die Betreuung Ihrer Kinder zu gewährleisten, als auch den Unterricht zu organisieren – gar nicht zu reden von dem Mehr an Hausarbeit, das durch die ständige Anwesenheit aller anfällt. Viele von Ihnen haben zudem ihre Arbeit verloren oder sind in Kurzarbeit, was existentielle Sorgen verursachen kann. Dennoch versuchen Sie der Lage und ihren Kindern mit viel Geduld und Kraft gerecht zu werden – Hut ab!

Arbeitsteilung
Im Moment dreht sich viel um die Rolle der Frauen und Mütter, die besonders von der Krise betroffen sind, weil sie sich größtenteils um die Betreuung der Kinder kümmern. Die Mannheimer Corona-Studie zeigt, dass über 90 % der Eltern in Deutschland ihre Kinder in diesen Zeiten selbst betreuen. „In etwa der Hälfte der Haushalte wird die Kinderbetreuung alleine von der Frau übernommen“, aber auch die Männer greifen an: Der Mann übernimmt in einem Viertel der Haushalte die Betreuung der Kinder alleine und rund weitere 25% der Haushalte mit Kindern geben an, die schwierige Situation partnerschaftlich zu meistern.

Finanzielle Hilfen
Das Bundesfamilienministerium hat schnell reagiert, um finanzielle Abfederungen zu ermöglichen. So wurde der Kinderzuschlag für die Zeit der Krise erhöht (Notfall-KiZ). „Die Zahl der durch den KiZ erreichten Kinder ist im April gegenüber März um rund 110.000 auf fast 490.000 Kinder gestiegen“, so das Ministerium. Auch beim Bezug von Elterngeld und dem Antritt der Elternzeit sollen keine Nachteile entstehen, es wurden Bemessungsgrenzen angepasst und zeitliche Anpassungen ermöglicht. Wer wegen Kinderbetreuung nicht arbeiten kann, hat die Möglichkeit Lohnersatzleistungen beantragen, ähnliche Regelungen gibt es auch für Angehörige, die pflegen müssen. Alle Informationen dazu finden Sie unter www.familienportal.de

Liebe in Zeiten von Corona
Die ständige Präsenz aller Familienmitglieder im Haus oder in der Wohnung kann zu Stress führen. Bei vielen Eltern liegen die Nerven blank und es fängt auch in Partnerschaften an zu kriseln. Gute Tipps, wie Sie als Paar die Krise meistern können, erhalten Sie auf www.damit-die-liebe-bleibt.de in einem Corona-Special für Paare.

Generell gilt: Egal ob als Paar, Familie, alleinlebend, alt oder jung, kontaktieren Sie in Belastungs- und Krisensituationen unsere Beratungs- und Notdienste, wenn Sie Fragen und Probleme haben. Unter diesem Link finden Sie eine umfassende Zusammenstellung: www.buendnis-fuer-familie.de/coronazeit-hilfe-in-belastungs-und-krisensituationen/

Belieben Sie gesund und zuversichtlich!

Familienbeauftragte Katja Engelbrecht-Adler, 09131 803-1492, familie@erlangen-hoechstadt.de

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